Unsere derzeitige Vorstandschaft

Oktober 2025

Förderverein Klosterbräu Unterliezheim feiert 
25-jähriges Gründungsjubiläum

Die Geschichte des Ortes steht im Mittelpunkt 

Die 1000-jährige Geschichte des Klosters in Unterliezheim und damit des Ortes stellte der Förderverein Klosterbräu Unterliezheim in den Mittelpunkt der Feier zum 25-jährigen Gründungsjubiläum. Der 1. Vorsitzende, Landrat a.D. Leo Schrell, hielt deshalb zum Auftakt der Feier in der Kloster- und Wallfahrtskirche St. Leonhard eine Kirchenführung, in der er ausführlich auf die Entstehung der Klosteranlage einging. Die Geschichte ist im Deckengemälde eindrucksvoll dargestellt. So ist die erstmalige urkundliche Erwähnung des Ortes auf die Schenkung der Abtei am 27. April 1026 durch Graf Adalbert von Dillingen und seine Gemahlin Judith von Werdenberg, die als Gründerin gilt, an den damaligen Bischof Bruno von Augsburg zurückzuführen. Nachdem sich dieses Ereignis im Jahr 2026 zum 1000. Mal jährt, laufen unter der Federführung des Vereins mit der politischen Gemeinde Lutzingen als Veranstalter die Vorbereitungen auf ein Festjahr mit einem ganzjährigen Programm. Höhepunkt wird das Festwochenende vom 3. bis 5. Juli 2026 mit historischem Markt, Ritterturnier, Feuerwerk sowie zum Abschluss einem großen Zapfenstreich bilden. Zudem hat Weihbischof Dr.Dr. Anton Losinger zugesagt, am 5. Juli 2026 den Festgottesdienst zu zelebrieren. Irmgard Herian stellte das Jahresprogramm im Detail im Verlauf der Jubiläumsveranstaltung vor. Das Festwochenende wird durch monatliche Veranstaltungen wie Kirchenführungen, Konzerten und geführten Wanderungen rund um den Liezheimer Forst ergänzt. Dabei spielt im jeweiligen Motto der Veranstaltung die magische Zahl 1.000 eine zentrale Rolle. So gibt es auch einen Programmpunkt „1000 Bäume“ mit der Zielsetzung, im Laufe des Jahres entsprechend Baumpflanzaktionen zu starten.

 

Am Festwochenende wird auch die Klosteranlage weitgehend zugänglich sein. So wird es im ehem. Pfarrwohngebäude, dem heutigen Osttrakt, Ausstellungen geben. Für die Bevölkerung bestand am Rande der Jubiläumsfeier die Möglichkeit, die frisch renovierten Räumlichkeiten zu besichtigen.

 

Im überfüllten Saal des Klosterbräus fand die eigentliche Jubiläumsfeier statt, zu der zur Freude der Mitglieder spontan der Initiator der sieben Kapellen, Siegfried Denzel, erschien und seine Verbundenheit zu Unterliezheim bekundete sowie die intensiven und vielfältigen Aktivitäten des Fördervereins zum Erhalt des reichhaltigen kulturellen Erbes lobte. Der Verein hatte das Gebäude mit Umgriff im Jahr 2002 von der Teilnehmergemeinschaft erworben, die es im Zuge der Dorferneuerung grundlegend saniert hatte und damit den Ortsmittelpunkt von einem „Schandfleck“ in ein Zentrum mit Atmosphäre verwandelte, „von dem der Ort und die Klosterbräu nachhaltig profitieren“, wie Schrell betonte. Er ging zudem auf die „Erfolgsgeschichte“ der Klosterbräu ein, die vom Verein derzeit selbst mit einer starken Mannschaft um Küchenmeister Andres Kiemer und Restaurantfachmann Andreas Schrell geführt wird. „Ich erfahre viel Lob über die ausgezeichnete Küche und den perfekten Service“, betonte Leo Schrell. „Unser Ortskern mit Klosteranlage, Kirche und Klosterbräu hat ein Alleinstellungsmerkmal, das seinesgleichen in der weiten Umgebung sucht“, sagte Schrell nicht ohne Stolz über das in den letzten 25 Jahren Geschaffene. Daran waren vor allem auch neun leider bereits verstorbene Gründungsmitglieder maßgeblich beteiligt. So gedachten die Besucher besonders: Michael Waldenmayer, Rudolf Thasler, Erika Schuster, Hermann Gairhos, Michael Durchner, Engelbert Hummel, Anton Hurler, Xaver Berchtenbreiter und Gerd Meyer. Ausgezeichnet als Gründungsmitglieder wurden: Peter Hurler, Paul Girstenbrei, Bernd Schrell, Rudolf Schuster, Georg Scheurle, Josef Hurler, Clemens Oblinger, Engelbert Doßner, Leonhard Lorenz, Paul Häußler und Ludger Klinge.

Geschichte

1026  wurde Unterliezheim erstmals urkundlich erwähnt, von jeher geprägt vom Kloster, erstmals Frauenkloster,  später, bis zur Säkularisation von Benediktinermönchen bewohnt. Schon vor Jahrhunderten gehörten immer Gaststätte und Brauhaus dazu.


1690  Einsturz des sogenannten Jägerhauses, in dem sich das Brauhaus befand, der Neubau - das heutige Klosterbräu-Gebäude, wird auf 1000 Gulden geschätzt (heute grob gerundet 2 Millionen Euro). Unsere historischen Gemäuer dürfen sich somit - urkundlich belegt - als älteste erhaltene Gaststätte des Landkreises Dillingen a.d. Donau bezeichnen. 

Nach 1690 folgt eine wechselvolle Geschichte mit den unterschiedlichsten Eigentümern und Pächtern bis zum vollständigen Verfall und Leerstand.

Im Zuge der Unterliezheimer Dorferneuerung Anfang der 1990er Jahre war die Restauration des denkmalgeschützten Gebäudes ein zentrales Thema. Es war eine enorme Energieleistung der Dorfgemeinschaft, mit ca. 13.000 Stunden ehrenamtlicher Eigenleistung, das wertvolle Dorfzentrum wieder belebt zu haben. Mit Abschluss der Dorferneuerung wurde 2002 der Förderverein Klosterbräu Unterliezheim e.V. gegründet, welcher es sich zur Aufgabe machte, der Lokalität mit viel ehrenamtlicher Arbeit wieder zu altem Glanz zu verhelfen.

 

Besitzer und Pächter

  • 1914  Joseph und Frieda Sailer aus Glött pachten die Gast- und Landwirtschaft
  • 1935  das Hofbräuhaus Dillingen wird neuer Besitzer
  • 1951  Ludwig Sailer führt den Betrieb nach dem Tod der Eltern mit Schwester Frieda weiter, bis 1958                      
  • 1958 Die nächsten 20 Jahre gibt es verschiedene, in immer rascherer Folge  wechselnde Pächter, bis zur völligen Verwahrlosung des gesamten Anwesens
  • 1986 Familie Paul ersteigert das Anwesen, es steht die folgenden 10 Jahre leer
  • 1996  Kauf durch die Teilnehmergemeinschaft der Dorferneuerung. Es folgt die Komplettsanierung mit Unterstützung der öffentlichen Hand und unzähligen ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden der Dorfgemeinschaft
  • 2002 Der Förderverein Klosterbräu Unterliezheim e.V. übernimmt das Klosterbräu als Eigentümer
  • 2003  Eröffnung der Gaststätte durch Pächterfamilie Paul Girstenbrei. Unter seiner Führung wurde  das Klosterbräu zu einem florierenden Betrieb und einem beliebten Ziel für Gäste aus Nah und Fern, immer in guter Zusammenarbeit mit der Dorfgemeinschaft und den örtlichen Vereinen.
  • 2015/2016 Neuverpachtung an Familie Knoblauch
  • Juni 2017  ​Wiedereröffnung donnerstags zum Klostermarkt unter der Leitung von Paul Girstenbrei
  • 2018/2019 Die Pächterfamilie Röhrig/Gohde übernimmt die Klosterbräu-Gaststätte
  • 2023/2024 Die BrauMadl - Brauerei aus Lauingen übernimmt als neuer Pächter die Gaststätte und leistet nach überstandener Coronapandemie wertvolle Aufbauarbeit im Kundenstamm.

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